Ärzte warnen vor Grippewelle

Heimische Ärzte beobachten derzeit die Lage in Australien ganz genau, wo die heftigste Grippewelle seit 15 Jahren zu Ende geht. Auslöser war ein mutiertes Grippevirus, vor dem der Impfstoff der WHO offenbar nicht 100-prozentig schützt. (Orf.at vom 11.10.2017)

Erkrankungen in Australien sind ein Gradmesser für Europa, denn Grippewellen beginnen auf der Südhalbkugel und kommen dann häufig nach Europa. Experten wie die Mikrobiologin Petra Apfalter vom Ordensklinikum Linz-Elisabethinen erwartet, dass dieser mutierte Virenstamm auch nach Österreich kommen wird.
Virus wütete bereits in Australien

Einer der Gründe für die schwere Grippewelle in Australien könnte sein, dass die dortige Bevölkerung gegen diese Art von Virus völlig ungeschützt war, so Apfalter im Interview mit dem ORF Oberösterreich. „Die Bevölkerung in Österreich könnte aber schon einmal Teile dieses Virus schon einmal gesehen haben, was möglicherweise die schwere der Grippewelle in Österreich mildern könnte.“

Die WHO legt die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffs der nächsten Saison bereits im Februar fest. Zu diesem Zeitpunkt lagen aber noch keine Daten zum aktuellen Virenstamm vor. Auch wenn der Schutz durch die Grippeimpfung nicht 100 Prozentig sei, betrachtet Apfalter es als wesentlich, dass sich die Bevölkerung impfen lässt. Vor allem deshalb, weil die Erkrankung durch die Impfung wesentlich leichter verlaufe.

Apfalter empfiehlt die Grippeimpfung prinzipiell jedem, wesentlich sei aber, dass sich ältere Menschen und Patienten, die schon an einer Grunderkrankung, wie Herz-Kreislauf-, Lungen oder Tumorerkrankungen, leiden impfen lassen. Kindern und Schwangeren empfiehlt die Mikrobiologin ebenfalls die Grippeimpfung ganz besonders. (Orf.at vom 11.10.2017)

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