Alia iacta est: 500.000 Unterschriften für Don’t Smoke, dem Innenminister überreicht.

Das gab es in der Geschichte der österreichischen Volksbegehren noch nie. Bereits vor Beginn der eigentlichen Unterschriftenzeit für das Volksbegehren haben schon 590.000 Unterstützer und Unterstützerinnen in Österreich ihre Sympathie und ihre Solidarität mit den Zielen des Anti-Raucher-Begehrens „Don’t Smoke“ geleistet. Das zeigt, wie hoch das soziale Engagement und das Gesundheitsbewusstsein der Österreicher ist.

Das Volksbegehren wendet sich strikt gegen die Aufhebung des Rauchverbotes in der Gastronomie und Hotellerie, plädiert für erweiterten Raucher- und Mitarbeiterschutz in allen Betrieben und setzt sich für gesunde Ernährung, Information und ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein aller Österreicher ein.

Wir sind zuversichtlich – und die vielen positiven Stimmen, Ermunterungen, Anregungen seitens der Petenten geben uns recht –, dass wir mit unserem Volksbegehren die politische Landschaft beeinflussen können und die Regierung dazu motivieren, freiwillig das Gesetz zu ändern, oder zumindest so rasch wie möglich eine Abstimmung zuzulassen.

Wir sind sicher, dass bei einer Volksabstimmung eine deutliche Mehrheit der Österreicher sich für das Rauchverbot aussprechen wird.

Immer mehr Gastronomen entschließen sich freiwillig, das Rauchen in ihren Lokalen und Aufenthaltsplätzen zu verbieten, auch aus Respekt ihren Mitarbeitern und den nicht rauchenden Konsumenten gegenüber.

Es geht nicht nur ums Rauchen alleine, es geht darum, dass in Österreich ein Zeichen für ein neues Gesundheitsbewusstsein gesetzt wird und dass wir endlich beginnen Vorsorge und Prävention nicht nur ernster zu nehmen, sondern budgetär auch klar zu definieren.

Österreich ist eines der Länder, das am wenigsten unter allen OECD-Staaten in Prävention und Gesundheitsvorsorge investiert. Das beginnt an den Schulen, setzt sich an den Ausbildungsstätten und in den Unternehmungen sowie im täglich Familienleben fort.

Besonders wir Ärzte sind daran interessiert, dass mündige Patienten möglichst frühzeitig und mit einem Bewusstsein über ihren eigenen Körper, den Arzt des Vertrauens aussuchen, sodass rechtzeitig schwierige Interventionen vermieden oder langzeitfolgen abzumildern sind.

Deshalb ist der Allgemeinmediziner und ist die umfassende wohnortnahe Betreuung Basis, jeglicher funktionierender Gesundheitssystems.

Der zweite große Schwerpunkt in den kommenden Monaten wird deshalb die Aufwertung des Hausarztes, eine bessere Honorierung der Hausärzte, eine höher Wertschätzung der Allgemeinmediziner und eine Sicherung der wohnortnahen Versorgung durch mehr Kassenstellen, attraktiveres Arbeitsumfeld für die Ärzte und besondere Boni für Landärzte, sein.

Die Regierung zeigt Verständnis, wohl auch wissend, dass wir Ärzte die Interessen unserer Patienten und damit einer großen Mehrheit in Österreich vertreten.

Nicht Sparmaßnahmen oder Konzentrationsmaßnahmen sind das Ziel einer Gesundheitsreform, sondern eine möglichst breite, flächendeckende Versorgung und der barrierefreie Zugang zu Spitzenmedizin für alle.

Gerechtigkeit, Leistbarkeit und Betreuung vor Ort, sind die Eckpunkte dabei

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