Sind Ärztinnen diskriminiert?

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Barrieren für Frauen im Gesundheitsbereich sind nach wie vor hoch

Mehr als 54 Prozent beträgt der Anteil der Frauen bei Eintritt in das Medizinstudium, bereits 48,4 Prozent der AbsolventInnen sind Frauen, insgesamt gibt es österreichweit knapp 22.000 Ärztinnen. Und es werden rasch mehr.

Hindernis Nummer 1 sind Kindererziehung und Familienplanung. Dazu kommen zu geringe Förderungen durch Vorgesetzte (männlich),  Männernetzwerke und mangelndes Verständnis für flexiblere Arbeitszeiten.So sind 33 Prozent der Ärztinnen nicht in einem Fachbereich tätig, auf den sie ursprünglich konzentrieren wollten. Bei 42 Prozent von ihnen war die Familienplanung ausschlaggebend.

67 Prozent der Ärztinnen mit Kindern haben die Kinderbetreuung selbst in die Hand nehmen müssen. 23 Prozent der Ärztinnen gesamt und 30 Prozent der Spitalsärztinnen sind mit ihrer Karriereentwicklung nicht zufrieden.

Jede vierte Ärztin vermisst ein ausreichendes berufliches Netzwerk. Das  bestätigt auch die Ärztekammerpräsidentin von Kärnten, Dr. Petra Preiss, die das Genderreferat leitet. Etwa die Hälfte der Spitalsärztinnen will weiterhin im Spital arbeiten, immerhin 39 Prozent wollen sich selbstständig machen oder in einem Ambulatorium arbeiten.

Wichtigste Gründe für die Überlegung, sich niederzulassen sind wieder die besseren Arbeitsbedingungen und besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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